Koche grobe Polenta langsam in gesalzenem Wasser, rühre geduldig, bis sie Körner und Creme zugleich ist. Hebe reifen Montasio unter, lasse ihn ziehen, nicht kochen. In einer Pfanne schmelzen Butter, Zitronenzesten, feinste Sardellenfilets, etwas Knoblauch. Gieße die Mischung über Nocken, kröne mit Flor de Sal aus Piran und einem Hauch Pfeffer. Das Ergebnis verbindet Hang und Hafen, Rauch und Brise. Iss heiß, aber ruhig. Notiere, wie Salz, Säure, Fett und Wärme zusammenspielen, und passe beim nächsten Mal wie ein Handwerker nach.
Ricotta noch lauwarm, kaum gesalzen, trifft auf gehackte Almkräuter: Sauerampfer, Kerbel, junge Minze. Ein Esslöffel istrisches Olivenöl gibt Tiefe, Zitronensaft Frische, geröstete Brotwürfel Struktur. Wer mag, streut Buchweizen-Crumble darüber, leicht karamellisiert. Dieses Gericht ist kein Aufwand, sondern Haltung: besser wenig, dafür richtig. Es passt zum ersten Abend nach langer Reise, zum Gespräch mit Nachbarn, zu einem Glas Malvasia. Schreibe uns, welche Kräuter in deiner Umgebung wachsen, wie dein Öl schmeckt, und welche Kleinigkeit das Ganze zu deinem macht.
Koche Buchweizen locker in Gemüsebrühe, lasse ihn ruhen, damit Körner atmen. Belege mit dünnen Scheiben kaltgeräuchertem Fisch, zum Beispiel Saibling, der nach See und Feuer duftet. Mische gehackte Almkräuter mit Zitronenabrieb, Olivenöl, einem Tropfen Honig vom Kastanienhain. Ein paar Radieschen bringen Schärfe, geröstete Nüsse Tiefe. Der Teller schmeckt wie ein Gespräch zwischen Tal und Küste, höflich, neugierig, präzise. Teile deine Variante, vielleicht mit Forelle, vielleicht mit Teran-Reduktion. So entsteht ein Repertoire, das überall zu Hause sein kann.
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